Direkt zum Seiteninhalt

MTB Sport News Mai 2026 76 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

Menü überspringen
Menü überspringen
MTB-News > Archiv > Mai 2026

Das Lexware Mountainbike Team beim zweiten Weltcup der Saison in Nove Mesto (Tschechien) - Paul Schehl gewinnt das Short-Track-Weltcuprennen in Nove Mesto - Im Cross-Country ist der Schweizer Khalid Sidahmed auf Rang elf bester Starter des Lexware Mountainbike Teams
 
Er  hat es wieder getan. Erneut in Nove Mesto (Tschechien), wo er vor einem  Jahr seinen ersten Cross-Country-Weltcupsieg in der Klasse U23 gefeiert  hatte. Paul Schehl vom Lexware Mountainbike Team hat das  ultraschnelle Short-Track-Rennen (XCC) im tschechischen "Neustadt"  gewonnen. Teammanager Daniel Berhe kommentierte den Erfolg seines  U23-Mountainbikers mit den Worten: "Er hat einfach mehr Druck als die  anderen." Das Lexware Team musste beim Weltcup in Tschechien allerdings  auch einige bittere Momente verkraften. Paul Schehl stürzte im  Cross-Country-Rennen (XCO) und musste von Schmerzen geplagt aufgeben. Im  Short Track der U23-Frauen krachte eine Konkurrentin in Elina Benoit  hinein, auch für sie ging es nicht weiter. Anschließend im Krankenhaus  stellte sich heraus, dass sich die Schweizerin bei der Kollision drei  Rippen gebrochen hat. Im Juniorenrennen (UCI Junior Series) war Elias  Hückmann für die deutsche Nationalmannschaft als Dritter hervorragend unterwegs, ein technischer Defekt stoppte ihn in der letzten Runde und  auch er musste aufgeben.

Klasse U23
"Körperlich und mental war alles top"
Wie eng  himmelhoch jauchzend und extreme Niedergeschlagenheit im  Mountainbikesport beieinander liegen, belegte wieder einmal das  Weltcup-Wochenende in Nove Meso (Tschechien). Der U23-Weltcupsieg von  Paul Schehl im Short Track überstrahlte aus Sicht des Lexware Teams  alles, es war sein erster in der kurzen Cross-Country-Variante. "Ich  wusste, dass das heute meine Chance ist. Ich habe mich richtig geil  gefühlt und die Pace vorne immer hoch gehalten", sagt der 21-Jährige.  Als noch zwei Runden zu absolvieren waren, attackierte Paul, es tat sich  hinter ihm eine Lücke zu den Konkurrenten auf, die er bis ins Ziel  verteidigte. Ein Solosieg im Short Track, großartig. "Körperlich und  mental war alles top und auch das Bike war richtig schnell. Die  Mechaniker haben einen guten Job gemacht." Tags darauf die Ernüchterung:  An zweiter Stelle liegend stürzte Paul in der ersten Runde, fiel immer  weiter zurück und gab Ende der dritten Runde auf: "Die Schmerzen waren  einfach zu groß", sagt Teamchef Daniel Berhe.
 
"Riesenschritt nach vorne"
Eine  emotionale Achterbahnfahrt erlebte auch Khalid Sidahmed in Tschechien.  "Das Tempo im Short Track war sehr hoch, das Rennen extrem hektisch. Ich  hatte nicht die Explosivität, um da mitzuhalten", sagt der Schweizer im  Lexware-Trikot nach Rang 25 im XCC-Wettkampf. Im Cross-Country-Rennen  am nächsten Tag war er als Elfter Bester der fünf Lexware Starter. "Ich  habe mich das erste Mal in dieser Saison gut gefühlt uind mir die Kräfte  richtig eingeteilt. Die technischen Passagen bin ich flüssig gefahren  und habe keine Fehler gemacht." Er freue sich brutal über diesen  "Riesenschritt nach vorne". Das Rennen stimme ihn zuversichtlich für die  nächsten Aufgaben, sagt der 21-Jährige.
 
"Excited" nach zwei guten Resultaten
Der  Amerikaner Nicholas Konecny zeigte in Nove Mesto zwei solide Leistungen.  Den Short Track der Klasse U23 beendete er als Zehnter, im  Cross-Country-Rennen erkämpfte er sich Rang 13. "Der Short Track war ein  Vollgas-Rennen. Bei jedem Anstieg sind alle aus dem Sattel gegangen.  Ich habe mich gut und 'strong' gefühlt", erzählt der 20-Jährige. Im XCO  fuhr Nicholas anfangs in der Spitzengruppe mit, bekam dann jedoch  leichte Rückenbeschwerden und fiel etwas zurück. Mit einer starken Schlussrunde verbesserte er sich noch von Rang 16 auf 13. "Excited from  the two good results here I am going into the next Worldcup in  Leogang."

"Ich hatte keinen Druck"
Der Däne  Mikkel Lose hatte zu kämpfen. Im Short Track verließen ihn nach drei  Runden die Kräfte, "es war kein Sprit mehr im Tank": Platz 26.  "Hoffentlich läuft es im XCO besser." Seine Hoffnungen erfüllten sich  nicht: "Ein Sch...rennen", sagt der 20-jährige dänische Meister nach  Rang 45. "Ich hatte keinen Druck, warum auch immer. Ich pedalierte nur  so vor mich hin. Spaß hatte ich lediglich auf den Abfahrten."  Noel Toth startete im U23-Feld der 104 Gemeldeten weit hinten. Es  spricht für den Kampfgeist des jungen Schweizers, dass er dennoch  versuchte, des Beste daraus zu machen. "Mein Start war super und ich  habe mich gleich nach vorne gekämpft", erzählt Noel. Obwohl ihm hinten  raus in den Runden fünf und sechs "etwas der Saft ausging", kämpfte er  sich durch und wurde 38. "Top 40 ist nicht super, aber solide."
 
"Habe mich sehr gut gefühlt und bin stark gefahren"
Wie  unglücklich ein MTB-Rennen verlaufen kann, zeigte sich am Beispiel von  Elina Benoit (Foto unten/Nr.3). Die Schweizerin ist weltweit eine der  stärksten U23-Mountainbikerinnen und sie mischte im XCC-Wettkampf  anfangs auch ganz vorne mit. "Ich habe mich sehr gut gefühlt und bin  stark gefahren", sagt die 21-Jährige und fährt fort. "Auf dem Kurs gibt  es Wellen, über die wir rollen oder springen konnten. Da die Fahrerinnen  vor mir darüber rollten, bin auch ich gerollt. Hinter mir ist eine Fahrerin jedoch gesprungen, in mich reingeknallt und hat mich verletzt."  Sie wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, die Diagnose  niederschmetternd: drei gebrochene Rippen.

Antonia Weeger hat in Nove Mesto ihr erstes Weltcuprennen in dieser  Saison bestritten. Im XCO-Race belegte sie den 38. Platz. "Weltcup ist  halt nochmal was anderes als sonstige Rennen", sagt die 21-Jährige, "von  Startplatz 52 ist es schwierig, gut ins Rennen reinzukommen. Es gab in  der ersten Runde immer wieder Stau und ich musste runter vom Rad und  schieben". In der zweiten und dritten Runde habe sie ihren Rhythmus  gefunden, hinten raus sei sie etwas eingebrochen: "Es war sehr  anstrengend wegen der Hitze".
                                                                         
Klasse U19
"Ich hatte einen mega Tag bis..."
Elias  Hückmann hatte im Feld der 129 Junioren einen Sahnetag erwischt. Vom  ersten Moment an war er ganz vorne zu finden und bestimmte das Tempo und  Geschehen an der Spitze mit. "Ich hatte einen mega Tag. Es hat Spaß  gemacht, ich habe das Rennen genossen". In der letzten der sechs Runden  hatte Elias nur noch sieben Sekunden Rückstand auf ein Duo an der  Spitze, zuvor war es noch eine halbe Minute gewesen. Dann passierte es:  technischer Defekt. Aufgabe, DNF. "Bin mehr als enttäuscht", sagt der  18-Jährige. Eine Gewissheit nimmt er trotz seines Ausscheidens  allerdings mit: Wenn alles zusammenpasst, kann er in Klasse U19  international ganz vorne mitfahren.
 
"Wie ein alter Diesel"
Für Maxi  Strittmatter, die ihre erste Saison bei den Juniorinnen absolviert, war  es der erste Auftritt im Weltcup. Beim Start stand sie weit hinten: "Vor  den technischen Passage hat es sind dann immer wieder gestaut, das war  ein bisschen doof", erzählt die 16-Jährige. Aus den letzten Rennen habe  sie mitgenommen, dass sie wie ein alter Diesel eine Weile braucht, um in  Schwung zu kommen, hinten raus aber immer stärker wird. So war es auch  dieses Mal: "Ich habe meinen Flow gefunden und jede Runde ein paar  Fahrerinnen eingesammelt." Mit Rang 25 im Feld der 70 Gemeldeten sei sie  zufrieden - und: "Es ist schon eine coole Erfahrung, in so einem  starken internationalen Feld dabei zu sein."
                                                
Bundesnachwuchssichtung in Gedern: U17 und U15
"Es lief  richtig gut", sagt Lina Baldauf vom Lexware Team, "meine Haxen waren gut  drauf. Ich konnte gut drücken". Im Zeitfahren der U17-Mädchen wurde sie  Zweite, "in einem Technikteil musste ich absteigen, das hat ein paar  Sekunden gekostet". Das XCO-Rennen  führte sie nach der Startloop an und  war stets auf Position eins oder zwei unterwegs. Am Ende sprang erneut  Rang zwei heraus: "Ich bin happy mit dem Ergebnis."

Für Finn Laichinger liefen die beiden Wettkämpfe der U15-Jungen nicht  wie erhofft: "Im Zeitfahren hatte ich gute Beine, habe aber an einem  Uphill durch einen Fehler Zeit verloren und bin mit 2,57 Sekunden  Rückstand Vierter geworden." Im Cross-Country-Rennen an seinem 13.  Geburtstag lief zunächst alles planmäßig: Finn rollte in der Spitzengruppe mit. Blieb dann jedoch nach einem Anstieg mit dem Lenker  an einem Pfosten hängen und stürzte heftig. "Ich konnte das Rennen zwar  fortsetzen, konnte nach dem Crash aber keinen richtigen Druck mehr aufs  Pedal bringen und bin erneut Vierter geworden."

Das nächste Highlight:
Rennen in der  Schweiz sind stets gut organisiert und top besetzt. Deshalb bietet der  Swiss Bike Cup in Savognin am 30./31. Mai allen die Möglichkeit, sich  auf höchstem Niveau mit der Konkurrenz zu messen. Ein Auszug aus der  offiziellen Wettkampf-Beschreibung lautet: "Mitten in den Bündner  Alpen bietet die Strecke in Savognin alles, was ein modernes  Cross-Country-Rennen auszeichnet: abwechslungsreiche Trails, steile  Anstiege, technische Abfahrten und ein eindrucksvolles Alpenpanorama" Die Nachwuchsrennen finden am Samstag statt, die Klassen U19 (UCI Junior Series), U23 und Elite sind am Sonntag dran.

Fotos: (c) Lexware Mountainbike Team / Staron Photo

Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de

Kontakt

www.mtb-sport.de
Mirko Metzger
0172-2101311
Nüdelshalbach 72
42855 Remscheid
Deutschland
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Auf www.mtb-sport.de werden keine Produkte verkauft, daher gibt es keine Liefer- oder Rückgabebedingungen. Sachpreise aus Gewinnspielen werden unentgeltlich per Standardversand verschickt; ein Umtausch oder eine Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
Top-Mountainbike im Test
Zurück zum Seiteninhalt