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MTB Sport News Mai 2026 12 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

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MTB-News > Archiv > Mai 2026

Das Lexware Mountainbike Team beim ersten Weltcup der Saison in Südkorea - Topplaziert bei der Weltcup-Premiere in Asien - Elina Benoit  und Paul Schehl glänzen beim ersten Kräftemessen der  Mountainbike-Weltelite in Südkorea mit den Rängen zwei (Cross-Country)  und drei (Short Track) in der Klasse U23

"Hier  ist alles ganz anders als in Europa und es ist spannend, Neues zu  entdecken", sagt Elina Benoit, "es ist cool und lustig, jeden Tag mit  dem Team koreanisches Essen zu probieren". Paul Schehl findet das Essen  auch "ganz geil, aber nicht auf Dauer". Die Menschen seien sehr  freundlich und sportbegeistert, "es ist echt schön hier." Zum ersten Mal  in der Geschichte des Mountainbikesports geht es in Asien um  Weltcup-Siege und -punkte, das Skiresort Mona Yangpyong in Südkorea  liefert den Rahmen dafür. Elina Benoit (Foto oben links) und Paul Schehl  vom Lexware Mountainbike Team sind bei der Premiere in Asien  hervorragend in die Weltcupsaison gestartet: Im Cross-Country-Rennen  (XCO) erkämpften sich beide bei schwierigen, matschigen Bedingungen den  zweiten Platz in der Klasse U23, den Short Track (XCC) hatten beide bei  trockenen Verhältnissen zuvor auf Rang drei beendet.  Das  U23-Weltcup-Team von Lexware beim ersten Rennen in Südkorea (von links):  Khalid Sidahmed, der dänische U23-Meister Mikkel Lose, der deutsche  U23-Meister Paul Schehl, der amerikanische Short-Track-Meister (U23)  Nicholas Konecny und Elina Benoit.

Short Track
"Ich habe Bock auf mehr" Es gibt  Sportarten, da kommt es nur auf den Menschen an: Schwimmen  beispielsweise oder Ringen. Durch den Faktor Material und den ruppigen  Untergrund erhöht sich beim Mountainbikesport das Fehlerquellen-Risiko  um ein Vielfaches. Paul Schehl hat in seiner noch jungen Karriere zwei  annähernd perfekte Rennen schon erlebt: Als er 2022 Junioren-Weltmeister  wurde. Einerseits. Andererseits als er im vergangenen Jahr das  Cross-Country-Weltcuprennen der Klasse U23 in Nove Mesto gewann. Der  erste Weltcup-Wettkampf in dieser Saison, der Short Track in Südkorea,  war nach Pauls eigener Aussage "ein richtig gutes Rennen": Er wurde  Dritter in der Klasse U23. Ein perfektes Rennen war es allerdings nicht.  "In Runde zwei hat mir jemand die Schuhschnalle abgefahren", erzählt  Paul, er konnte das Problem während der Fahrt selbst beheben,  "allerdings hat es eine Runde lang gedauert", sagt er. Mitte des Rennens  war auf einmal der Sattel locker und verrutschte: "Ich konnte nicht  mehr gscheit sitzen, das hat mich viel Energie gekostet", erzählt der  21-Jährige vom Lexware Team. Doch alles in allem "ist der dritte Platz  ein geiler Einstieg" in die Weltcupsaison, "super Sache, ich habe Bock  auf mehr", sagt er.

"Die letzten Runden waren perfekt"
"Ich wusste,  dass ich auf das Podium kommen kann, aber mein Rennen ist nicht perfekt  gelaufen", sagt Elina Benoit, nachdem sie im Short Track der U23-Frauen  Dritte geworden war. Nach einem "sehr guten Start" habe sie auf dem  Hochgeschwindigkeits-Kurs in Mona Yangpyong am Anstieg das Tempo nicht  halten können, "deshalb war ich am höchsten Punkt etwas weiter hinten".  An der Spitze wurde mächtig aufs Gaspedal gedrückt, "meine Beine waren  anfangs nicht so gut, ich hatte Mühe". Allerdings zeigte sich, dass sich  etliche in der Spitzengruppe übernommen hatten und langsamer wurden, je  länger das Rennen dauerte. "Plötzlich fühlten sich meine Beine besser  an, ich kam gut nach vorne, die letzten Runden waren perfekt", sagt  Elina, die als Dritte 20 Sekunden hinter der Siegerin das Ziel  erreichte.

"Ich bin super excited für das XCO"
Ohne  Erwartungen war Mikkel Lose, der seine erste Saison für Lexware  bestreitet, in das U23-Short-Race der Männer gestartet und erklärt  warum: "Beim ersten Weltcup weißt Du nie, wie gut die anderen sind und  wie gut du selbst bist." Beim Warmfahren hatte der 20-jährige dänische  Meister "kein so gutes Gefühl".  Es habe sich angefühlt, als fehle ein  bisschen die Power, "vielleicht war es aber auch nur ein Gefühl".  Anschließend im Rennen hatte er ebenfalls zu kämpfen, konnte jedoch  seine Position stetig verbessern. Als in der letzten Runde zur Attacke  geblasen wurde, "fühlte ich mich leer". Er sei dennoch happy mit Rang  elf und steht in der zweiten Startreihe beim XCO-Rennen.

Für US-Boy Nicholas Konecny, der seine Vorbereitungrennen auf die  Weltcupsaison in Lateinamerika und den USA absolviert hatte, war es in  Südkorea der erste Vergleich mit der U23-Elite aus Europa. Entsprechend  zurückhaltend war auch seine Herangehensweise, allerdings liegen dem  19-Jährigen aus Colorado kurze, schnelle Belastungen. Nach einem  passablen Start konnte er sich gut behaupten in dem Feld der Weltbesten  und die "strong pace" mitgehen. Platz 17 für ihn im Short Track und  damit dritte Startreihe zwei Tage später: "Ich bin happy damit und super  excited für das XCO."

"Es hat mir den Stecker gezogen"
"Es lief, wie  so oft, nicht nach Plan", sagt Khalid Sidahmed, vierter Lexware-Starter  im U23-Weltcup. Der Schweizer hatte in der Nacht vor dem Wettkampf  Magenprobleme, "mir war sehr schlecht". Am Morgen ging es ihm zwar etwas  besser, an Nahrungsaufnahme war beim Frühstück jedoch nicht zu denken  und beim Warm-up habe er sich ebenfalls "nicht gut gefühlt". Nach dem  Start rutschte er schnell ans Ende des Feldes, "die hohe Intensität habe  ich nicht verkraftet", erzählt der 20-jährige Schweizer. Mitte des  Rennens konnte er dann aufdrehen und seine Position verbessern. "In den  letzten drei Runden hat es mir dann komplett den Stecker gezogen. Ich  hatte keine Energie mehr, mit meinem Körper war etwas nicht in Ordnung".  Dass bei all den Problemen der 25. Platz im 40er-Feld herauskam, habe  ihn überrascht.

Cross-Country
"Die Bedingungen waren richtig hässlich" Beim Short  Track zwei Tage zuvor waren die Bedingungen trocken gewesen, das änderte  sich vor dem XCO-Rennen jedoch drastisch: "Am Abend vor dem Wettkampf  hat es angefangen zu regnen, vor den Cross-Country-Rennen waren die  Bedingungen richtig hässlich", findet Paul Schehl (Foto oben). Der Kurs  war matschig und aufgeweicht, durch die vielen Laufräder, die drüber  rollten, wurde der Untergrund püriert. "Die Bedingungen wurden im  Verlauf des Rennens immer schwieriger, hinten raus musste man zwei  Anstiege komplett hochrennen", sagt Paul zum U23-Männerrennen. "Das war  schon ein richtiges Brett, das war richtig anstrengend". Der 21-Jährige  kam mit den Herausforderungen dennoch gut zurecht, fand sein Tempo und  sicherte sich den zweiten Platz. "Das war eine geile Woche mit dem Team  hier in Südkorea, toller Teamspirit", erzählt Paul, "ich bin mega-happy  und freue mich auf alles, was da jetzt noch kommt".

"Der Kampf fand im Kopf statt"
Für das  U23-Rennen der Frauen hatte man den Kurs aufgrund der schwierigen  Verhältnisse etwas verändert. "Ich bin das ganze Rennen allein  gefahren", erzählt Elina Benoit, "der Kampf fand in meinem Kopf statt:  immer konstant schnell und sauber zu fahren". Aus dem Kampf mit sich  selbst und den diffizilen Bedingungen resultierten riesige Abstände.  Auch an der Spitze. Elina lag als Zweite 3,28 Minuten hinter der  Siegerin aus Italien zurück, hatte andererseits aber auch 2,40 Minuten  Vorsprung auf die Dritte. "Es war mehr Cyclocross als Mountainbiken",  sagt die Schweizerin, "mir hat es trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Mit  den Rängen zwei und drei war es ein Top-Wochenende für mich und das  Team, das großartig gearbeitet hat."

"Kein Race-Feeling"
Angesprochen  auf die Bedingungen im U23-Rennen der Männer, muss Khalid Sidahmed erst  einmal schmunzeln. "Ja, sehr schwierig", sagt der 20-jährige Schweizer,  es ist seine erste Saison für das Lexware Team. "Man musste sehr viel  laufen, ich war ganz gut zu Fuß und bin irgendwie 15. geworden." Zwei  Tage zuvor im Short Track hatten ihn Magenprobleme geplagt,  beschwerdefrei war er noch immer nicht: "Entsprechend langsam bin ich  das Rennen angegangen". Anschließend habe er jedoch etliche Konkurrenten  überholt. Den Umständen entsprechend sei er mit seiner Leistung und  Rang 15 zufrieden, "ein Race-Feeling wollte bei den Bedingungen aber  nicht wirklich aufkommen".

"Was für ein crazy Rennen"
"Die Anstiege  waren brutal, die halbe Runde war Rennerei", sagt Nicholas Konecny.  Seine Performane im Cross-Country-Rennen der U23 sei weder gut noch  schlecht, es sei einfach ein "Learning-Race" gewesen, das der junge  Amerikaner auf Platz 17 Platz beendet hatte. "Vom Start bis ins Ziel war  es ein crazy Rennen", findet Nicholas, "jeder kämpfte mit sich selbst".  Auch für den dänischen U23-Meister Mikkel Lose war es ein Kampf: Nach  einem passablen Start habe er nach dem ersten langen Anstieg "keine  Verbindung" mehr zu seinem Körper gespürt. Er fühlte sich schlecht und  konnte sich "auf nichts mehr fokussieren", fatal in einem  Cross-Country-Rennen mit derart rutschigen Untergrund. Er erkannte, wie  gefährlich die Situation für ihn war und gab auf. "Ich habe dieses  Rennen schon vergessen und schaue voraus zum nächsten."
                                       
Erfolreiches  Lexware-Duett: Die Schweizerin Elina Benoit (links) und Paul Schehl  standen beim ersten Weltcup sowohl im Short Track als auch im  Cross-Country-Rennen auf dem Siegertreppchen.

Das nächste Highlight:
Das zweite  Bundesligarennen ist wieder eingebettet in die BikeTheRock-Veranstaltung  am 16./17. Mai in Heubach. Die Cross-Country-Rennen beginnen am  Sonntag, 17. Mai, um 9 Uhr mit dem Start der Junioren. 10.30 Uhr folgen  die U23-Männer, die Frauenklassen (Elite/U23/Juniorinnen) gehen 12.15  Uhr auf den Kurs. Den Abschluss bildet das Eliterennen der Männer um 15  Uhr. Tags zuvor, am Samstag, 16. Mai, werden Marathon-, Enduro- und  Nachwuchsrennen ausgetragen.

Fotos: (c) Staron Photo

Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de

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