MTB-News > Juni 2026
Specialized Factory Racing Team - Specialized – Rennbericht Lenzerheide - Runde 4 - Vier Weltcups. Sechs Siege. Die Weltcupsaison nimmt weiter Fahrt auf. Direkt nach Leogang reiste das Team mit viel Selbstvertrauen und der Überzeugung nach Lenzerheide, dass noch mehr möglich ist. Lenzerheide bot alles, was den Mountainbike-Weltcup ausmacht: schnelle Rennen, anspruchsvolle Technik, hohe Temperaturen und taktische Kämpfe bis zum Schluss. Das Ergebnis: ein weiterer Weltcupsieg, drei Fahrerinnen in den Top Ten des XCO, zwei Männer unter den besten Fünf, packende Rennen – und Specialized bleibt die Nummer eins der Teamwertung. Ein weiterer Schritt nach vorne in einer Saison, die sich stetig weiterentwickelt. Zurück im Renngeschehen Der Weltcup zog ohne Pause weiter nach Lenzerheide – ein weiteres intensives Rennwochenende stand bevor. Die Motivation im Team war hoch. Adrien Boichis kam mit dem Selbstvertrauen seines ersten Elite-XCO-Weltcupsiegs nach Lenzerheide, während Martín Vidaurre seine starke Form bestätigte. Die wichtigste Neuigkeit gab es jedoch schon vor dem ersten Start: Christopher Blevins kehrte in den Weltcup zurück. In Lenzerheide bestritt er sein erstes Rennen seit seiner Verletzung und brachte das Team – bis auf Victor Koretzky – nahezu wieder vollständig zusammen. Die Stimmung innerhalb des Teams blieb unverändert: Stark. Motiviert. Hungrig auf mehr. Fahrer-Insights | Streckencheck Lenzerheide zählt weiterhin zu den komplettesten Strecken im Weltcupkalender: Schnell. Anspruchsvoll. Technisch. Ein Kurs, der kluge Entscheidungen, gutes Renntempo und präzises Bike-Handling permanent belohnt. Die Strecke wurde nur leicht verändert, dennoch versprach das Rennen einen anderen Charakter. Vor allem der überarbeitete Short-Track-Kurs mit einem steileren Anstieg und technischeren Passagen sorgte für noch mehr taktische Möglichkeiten. Sina Frei Für Sina Frei war die Motivation offensichtlich. Vor heimischem Publikum, vor Familie und Freunden zu fahren, verleiht immer zusätzliche Energie. Sie wollte diese Unterstützung in Geschwindigkeit auf der Strecke umsetzen. Haley Batten Haley Batten setzte ihre Rückkehr nach ihrer Erkrankung fort. Lenzerheide gehört zu ihren Lieblingsstrecken, weil hier Technik, Linienwahl und cleveres Rennfahren besonders wichtig sind. Zusätzliche Motivation brachte ihr Vater mit, der den gesamten Rennblock mit seinem eigenen Fahrrad begleitete und sie vor Ort unterstützte. Adrien Boichis Adrien Boichis reiste mit großem Selbstvertrauen aus Leogang an. Nach seinem ersten Elite-Weltcupsieg freute er sich auf eine Strecke, die ihm schon immer lag und auf der taktisches Fahren sowie effizientes Bike-Management den Unterschied machen können. Christopher Blevins Die ersten Weltcuprennen verletzungsbedingt nur von außen verfolgen zu können, war für Christopher Blevins nicht einfach. Gleichzeitig bestätigten die Erfolge seiner Teamkollegen das, was er ohnehin wusste: Dieses Team besitzt außergewöhnliches Potenzial. Sein Ziel war klar: Den Rhythmus wiederfinden und Schritt für Schritt stärker werden. Schließlich liegt noch ein Großteil der Saison vor ihm. XCC | Schnell, taktisch und kontrolliert Frauen Das Rennen entwickelte sich früh zu einem Positionskampf. Bereits ab der zweiten Runde gehörten Sina Frei und Laura Stigger zur Spitzengruppe, während Haley Batten sich kontinuierlich nach vorne arbeitete. Als die Führungsgruppe immer kleiner wurde, blieb Frei bis kurz vor Schluss im Kampf um den Sieg, ehe eine späte Attacke das Feld auseinanderzog. Am Ende belegte Frei Rang sechs. Stigger folgte unmittelbar dahinter auf Platz sieben. Haley Batten erreichte als 13. ihr bislang bestes XCC-Ergebnis der Saison und setzte ihren positiven Formaufbau fort. Noch wichtiger: Alle drei sicherten sich hervorragende Startpositionen für das XCO-Rennen am Sonntag. Frei führt weiterhin die XCC-Gesamtwertung an, während Stigger auf Gesamtrang drei vorrückt. Haley Batten: „Ich bin zufrieden. Ich habe das Rennen genau so umgesetzt, wie ich es geplant hatte. Am wichtigsten ist aber, dass sich mein Körper wieder gesund und stark angefühlt hat.“ Männer Auch bei den Männern entwickelte sich ein taktisches Rennen. Martín Vidaurre und Adrien Boichis hielten sich permanent in der Spitzengruppe auf, während Christopher Blevins sich Runde für Runde von hinten nach vorne arbeitete. Die Schlussrunde gehörte Boichis. Am Anstieg setzte er sich mit seinem Epic 9 scheinbar mühelos ab, fuhr drei der schnellsten Rennrunden und feierte seinen ersten XCC-Weltcupsieg. Vidaurre belegte Rang vier und sicherte sich damit erneut einen Startplatz aus der ersten Reihe für das XCO. Blevins kämpfte sich zwischenzeitlich bis auf Platz zwölf nach vorne, fiel zum Ende des Rennens jedoch auf Rang 38 zurück. Vidaurre liegt nun auf Platz drei der XCC-Gesamtwertung, Boichis verbessert sich auf Rang vier. Epic 9 | Kleine Änderungen. Großer Unterschied. Im Vergleich zu Leogang gab es weniger lange Anstiege, dafür mehr Rhythmus, höhere Geschwindigkeiten und noch größeren Fokus auf Linienwahl und Schwung. Schnelle Passagen, permanentes Pedalieren, Wurzeln, Felsen und kaum Erholungsmöglichkeiten machten jedes Detail entscheidend. Für Adrien Boichis fielen die Anpassungen bewusst klein, aber wirkungsvoll aus:
Sein Rennbike war ausgestattet mit:
Alles optimiert für maximale Geschwindigkeit und Kontrolle. Adrien Boichis | Epic 9 XCC – Schnell und taktisch
Abgestimmt auf maximale Beschleunigung, Effizienz und hohe Leistungsabgabe. XCO – Präzision und Flow
Mehr Traktion. Mehr Komfort. Mehr Vertrauen. XCO | Kämpfen bis zum Schluss Lenzerheides XCO-Strecke verlangte vom ersten Meter an höchste Konzentration. Die Startrunde war entscheidend. Eine gute Position war essenziell, denn Stürze oder Verkehr konnten das Rennen bereits zu Beginn ruinieren. Frauen | Drei Fahrerinnen in den Top Ten Alle drei Specialized-Fahrerinnen meisterten die hektische Startrunde souverän. Sina Frei, Laura Stigger und Haley Batten hielten sich das gesamte Rennen über in aussichtsreicher Position. Im weiteren Rennverlauf kämpften Frei und Stigger um Podiumsplätze, während Batten eines ihrer stärksten Saisonrennen absolvierte und sich kontinuierlich nach vorne arbeitete. Am Ende belegten:
Kein Podium – aber eine starke geschlossene Mannschaftsleistung. Drei Fahrerinnen in den Top Ten bedeuteten wertvolle Punkte. Sina Frei bleibt Zweite der XCO-Gesamtwertung. Die Aufholjagd geht weiter. Männer | So nah dran Die Männer fuhren von Beginn an an der Spitze. Boichis bestimmte sofort das Tempo. Vidaurre blieb ständig an seiner Seite in der Führungsgruppe, während sich Blevins kontinuierlich nach vorne arbeitete. Boichis verschärfte das Tempo immer weiter, bis schließlich nur noch ein Konkurrent mithalten konnte. Das Rennen entwickelte sich zu einem direkten Duell. Voller Einsatz. Mit seinem Epic 9 wirkte Boichis vollkommen souverän, fuhr die technischen Passagen flüssig und kontrolliert. Dann kam die letzte Runde. Der letzte Anstieg. Boichis griff an. Innerhalb weniger Sekunden betrug sein Vorsprung bereits zehn Sekunden. Der Sieg schien greifbar. Doch der Radsport kann gnadenlos sein. In einer rutschigen Kurve verlor das Vorderrad den Grip. Boichis stürzte. Er stieg sofort wieder auf und rettete Rang zwei ins Ziel. Ein schmerzhaftes Ergebnis – aber erneut eine herausragende Leistung. Martín Vidaurre überzeugte ebenfalls mit Platz vier und bestätigte seine starke Form. Christopher Blevins erreichte bei seinem erst zweiten Rennen nach der Verletzung Rang 27. Boichis verbessert sich damit auf Gesamtrang zwei der XCO-Wertung. Adrien Boichis: „Ich habe mich großartig gefühlt. Ich war eins mit meinem Bike. Es war ein wunderschöner Kampf.“ Ein Team. Gemeinsam nach vorne. Vier Weltcuprunden. Sechs Weltcupsiege. Lenzerheide hat erneut die enorme Stärke und Tiefe dieses Teams gezeigt. Specialized verlässt die Schweiz weiterhin als Spitzenreiter der Teamwertung. Nun folgt eine kurze einwöchige Pause, bevor das gesamte Team gemeinsam ins Höhentrainingslager geht. Die nächsten Stationen:
Fotos: (c) Specialized Factory Racing Team Weitere Informationen unter www.specialized.com/us/en |