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MTB Sport News Juni 2026 75 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

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FIDLOCK - DER WEITERDENKER - Vom Cellobogen zum intelligenten Verschlusssystem

Es gibt Menschen, die betrachten Dinge als gegeben. Und es gibt Menschen wie Joachim Fiedler, die an einem Problem nicht vorbeikommen, ohne sich zu fragen, wie es sich lösen lässt. Warum ein Handgriff hakt. Warum eine Bewegung nicht flüssig funktioniert. Warum etwas Aufmerksamkeit verlangt, obwohl es doch eigentlich selbstverständlich sein sollte. Vielleicht beginnt die Geschichte von FIDLOCK deshalb auch nicht mit einer großen Geschäftsidee – sondern mit einem Cellobogen.

Joachim Fiedler war erfolgreicher Cellist, tourte mit mehreren Orchestern um die Welt. Er spielte mit Leidenschaft. Aber etwas störte ihn: Oft stand er hinter oder auf der Bühne, das Instrument zwischen den Knien eingeklemmt, nur eine Hand frei, und versuchte, an seinen Bogen zu kommen. Ein kleiner, ärgerlicher Moment, den man schnell vergisst und dann weitermacht. Fiedler jedoch machte nicht einfach weiter. „Mein Antrieb bestand darin, eine Schließvorrichtung zu entwerfen, die mit einer Hand benutzbar war und sich bequem öffnen und schließen ließ“, sagt der Gründer über die Anfänge von FIDLOCK. „Daraus wurde die DNA unserer Erfindungen.“

VOM DRANG, ES BESSER ZU MACHEN
Wer Joachim Fiedler zuhört, merkt schnell, dass sich sein spezieller Blick auf die Welt weit früher geformt hat: „Schon immer geisterten Ideen in meinem Kopf. Meine Schwestern erzählen noch immer, dass ich als Junge einen Mähdrescher gezeichnet habe, der vorne das Korn drischt, und hinten kamen die Marmeladenbrote raus.“ Diese kindliche Lust am Weiterdenken, das Bedürfnis, Dinge neu zusammenzusetzen, praktisch und verspielt zugleich, könnte der Grund sein, warum er bis heute weniger wie ein klassischer Unternehmer wirkt, als jemand, der sich seine Neugier bewahrt hat. Jemand, der Probleme an sich nicht besonders interessant findet. Lösungen hingegen schon.

WENN PRÄZISION AUF GEFÜHL TRIFFT
Dass ausgerechnet ein Musiker einmal ein Unternehmen für magnetisch-mechanische Verschlusssysteme gründen würde, erscheint ungewöhnlich. Und gleichzeitig erstaunlich logisch. Denn Fiedler interessierte sich nie „nur“ für Musik. Er spricht häufig über seine Begeisterung für Physik, über den Gedanken, Atomphysiker zu werden, über Geigenbau und technische Zusammenhänge. Immer wieder taucht dabei dieselbe Faszination auf: Wie greifen Bewegungen ineinander? Wie entsteht Präzision? Und warum fühlen sich manche Dinge intuitiv richtig an, andere dagegen unnötig kompliziert? „Genau darin liegt der Unterschied unserer Produkte. Sie funktionieren, ohne dass man darüber nachdenken muss“, erklärt Fiedler.

Dieses scheinbar Selbstverständliche ist allerdings alles andere als simpel. Fiedler begann früh, sich intensiv mit Magneten, Mechaniken und schließlich Patenten auseinanderzusetzen, analysierte bestehende Systeme und entwickelte Schritt für Schritt ein eigenes Prinzip: Magnete führen, Mechanik verriegelt. Ein völlig neuer Blick auf Bedienung, untrennbar an Intuition geknüpft. So ging es bald nicht mehr nur darum, einen Verschluss funktional und sicher zu machen. Sondern darum, wie sich der Moment des Schließens anfühlt.

DIE UNTERSCHÄTZTE KUNST DES EINFACHEN
Vielleicht beschäftigt sich FIDLOCK deshalb bis heute mit Dingen, die andere leicht übersehen würden: Mit Kinderhänden, die einen Schulranzen öffnen. Mit Sportlern, die keine Zeit für komplizierte Handgriffe haben. Mit Situationen, in denen Menschen sich schlicht auf anderes konzentrieren müssen als auf einen Verschluss. Denn genau dort entsteht für Joachim Fiedler Innovation: in den unscheinbaren Sekunden des Alltags. Aus dem ersten magnetischen Bogenhalter entwickelte sich zunächst ein Verschluss für Schulranzen, kurz darauf folgten weitere Produktfamilien. Heute finden sich FIDLOCK-Systeme in Helmen, Taschen, Outdoor-Produkten, Fahrradkomponenten, Industrieanwendungen und medizinischen Bereichen. Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Bandbreite des Sortiments, sondern die offene Denkweise dahinter. Denn vieles, was ursprünglich für einen bestimmten Einsatz gedacht war, fand später in völlig anderen Kontexten Verwendung. Ideen wurden angepasst, weitergedacht, neu interpretiert. Joachim Fiedler verrät stolz: „Heute beschäftigt uns nicht mehr nur die Mechanik eines Verschlusses, sondern auch die Frage, welche digitalen Funktionen sich in alltägliche Handgriffe integrieren lassen. So arbeiten wir mit Partnerunternehmen beispielsweise daran, Sicherheitstechnologie direkt in bestehende Verschlusssysteme zu bringen. NFC-basierte Funktionen werden künftig dort sitzen, wo Menschen ohnehin täglich mit Produkten interagieren: an intuitiv erreichbaren Komponenten.“ Ein Schritt Richtung Zukunft, der erstaunlich gut zu dem passt, was Joachim Fiedler von Anfang an angetrieben hat. Denn auch hier geht es um den Anspruch, Dinge einfach und unkompliziert zu machen. Und vielleicht ist genau das der Anfang jeder wirklich guten Erfindung.

MUSIKER, VISIONÄR UND ERFINDER
Joachim Fiedler, geboren 1967 in Kassel, ist Gründer und CEO von FIDLOCK. Bevor er Unternehmer wurde, war er professioneller Cellist und spielte unter anderem bei den Berliner Philharmonikern sowie auf internationalen Tourneen von Südamerika bis Nordkorea. Bereits früh verband Fiedler seine Begeisterung für Musik mit technischem Interesse und einem ausgeprägten Blick für funktionale Details. Mit 16 entwickelte er ein Tragesystem, um seinen Cellokasten beim Fahrradfahren auf dem Rücken transportieren zu können. Eine frühe Verbindung zwischen Alltag und technischer Problemlösung, die später prägend für FIDLOCK werden sollte. Aus der Suche nach einer intuitiv bedienbaren Halterung für einen Cellobogen entstand schließlich die Idee für die magnet-mechanischen Verschlusssysteme, auf denen FIDLOCK bis heute basiert. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2007 entwickelt Fiedler gemeinsam mit seinem Team Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen.

Fotos: (c) Fidlock

Weitere Informationen unter www.fidlock-bike.com

Über die FIDLOCK GmbH
Im Jahre 2007, vom ehemaligen professionellen Musiker Joachim Fiedler gegründet, entwickelt FIDLOCK innovative und patentierte Verschlusskonzepte. Diese vereinen die Vorteile eines Magnet- und eines mechanischen Rastverschlusses und somit Funktion mit dem positiven Erlebnis der einfachen Handhabung. FIDLOCKs Patent-Portfolio in der Welt der magnetischen erstreckt sich über 65 Patent-Familien, mit mehr als 300 Patenten in verschiedenen Ländern. Neben B2B Komponenten und Produkten für den Endverbraucher, geht FIDLOCK auch Partnerschaften mit Unternehmen ein, um spezialisierte und individuelle Kundenprojekte umzusetzen. Das Team von FIDLOCK, mit Hauptsitz in Hannover, ist bereits auf über 50 Angestellte herangewachsen.

Über FIDLOCK-Bike:
Seit Jahren ist FIDLOCK millionenfach Zulieferer der Fahrradbranche. Insbesondere Helmverschlüsse und Schnellverschlüsse für Accessoires beeindrucken durch attraktive Rastung - das eigenständige Anziehen, Zentrieren und sichere Einrasten zweier Elemente mittels Magnetkraft. Mit TWIST bietet FIDLOCK seit 2017 im Bike- und Sportmarkt - über den Verschluss hinaus - selbstentwickelte Produkte auf Basis der eigenen Technik an. Allein durch eine definierte Bewegung lassen sich die Accessoires leichtgängig vom Fahrrad lösen, ansonsten sind sie sicher mit dem Bike verbunden – auch wenn´s mal ruppig wird. Das gesamte System TWIST von FIDLOCK ist modular aufgebaut und wird ständig weiter entwickelt. TWIST bedient dabei drei Produktebereiche: Trinkflaschen bottle, Taschen bag und den mit dem Design & Innovation Award 2019 ausgezeichneten Universalhalter uni connector. TWIST verbindet innovatives Design mit einer einzigartigen Leichtigkeit in Look, Style und Handhabung. TWIST ist übrigens zugleich der Auslösemechanismus: durch Verdrehen der Flasche wird diese vom Base-„Flaschenhalter“ gelöst.
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