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MTB-News > Juni 2026
Specialized Factory Racing Team - Specialized Factory Racing Rennbericht – Leogang, Österreich
Runde 3 - Das Durchbruch-Wochenende

Regen. Schlamm. Stürze. Technische Defekte. Wechselnde Bedingungen. Und trotzdem setzte sich der Aufwärtstrend fort. Runde 3 brachte weitere Weltcup-Siege, eine weitere Gesamtführung und einen Meilenstein für das Team. Sina Frei fuhr zu ihrem zweiten XCC-Sieg der Saison und baute damit ihre Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Gleichzeitig unterstrich sie erneut ihre beeindruckende Konstanz. Adrien Boichis lieferte die Durchbruchsleistung seiner Karriere ab. Nachdem er das Rennen kontrolliert hatte, überquerte er die Ziellinie als Sieger und feierte seinen ersten Elite-XCO-Weltcupsieg. Es war zudem eine historische Woche für das Team: Jeder Fahrer im Specialized Factory Racing-Kader hat nun mindestens ein Elite-XCO-Weltcuprennen gewonnen. Trotz Stürzen, Rückschlägen und schwieriger Bedingungen verlässt das Team Leogang weiterhin als Spitzenreiter der Team-Gesamtwertung. Andere Bedingungen. Andere Herausforderungen. Dieselbe Entschlossenheit. Und einmal mehr bewies das Epic 9 seine Stärke, als es darauf ankam.

Ein Team. Eine Richtung.
Weltcup-Rennen entscheiden sich nicht nur zwischen Start und Ziel. Hinter jedem Ergebnis steht ein ganzes Team. Die Köche sorgen dafür, dass jede Mahlzeit die Athleten optimal versorgt. Die Masseure und Soigneure bereiten die Fahrer körperlich auf die Anforderungen des Rennwochenendes vor. Die Mechaniker stimmen jedes Detail am Epic 9 perfekt ab. Regen. Schlamm. Sonnenschein. Ein Temperaturunterschied von 20 °C – alles an einem einzigen Tag. Doch eines blieb konstant:

Die Stimmung.
Die Atmosphäre innerhalb des Teams war noch nie so stark. Jeder kennt seine Aufgabe. Jeder arbeitet auf dasselbe Ziel hin. Genau diese Einstellung ist eine der größten Stärken dieses Teams.

Fahrer-Einblicke | Große Erwartungen - Leogang ist eine Strecke, die jeder kennt. Ein Kurs für Kletterer. Anspruchsvoll. Anspruchsvoll technisch. Eine Strecke, die den Stärken unserer Fahrer entgegenkommt. Die leicht überarbeitete Streckenführung mit zwei Anstiegen statt eines langen Hauptanstiegs versprach ein taktischeres Rennen, größere Führungsgruppen und dynamischere Rennverläufe. Für Laura Stigger war Leogang etwas Besonderes: Heimrennen. Familie, Freunde und vertraute Gesichter entlang der Strecke. Nach zwei Wochen Höhentraining reiste sie voller Selbstvertrauen und Vorfreude an. Sina Frei bereitete sich wie auf jedes andere Rennwochenende vor. Sie absolvierte einen starken Trainingsblock und wusste, dass sie alles getan hatte, um bestens vorbereitet zu sein. Der überarbeitete Short-Track-Kurs kam ihr nach eigener Aussage besonders entgegen. Haley Batten setzte andere Prioritäten. Nach Wochen, die von Geduld und Regeneration geprägt waren, war sie vor allem glücklich, wieder Rennen fahren zu können. Das Ziel war klar: clever fahren, Schritt für Schritt Form aufbauen und weiter Fortschritte machen. Adrien Boichis kam direkt aus einer erfolgreichen Straßenradsport-Trainingsphase. Sie brachte ihm wertvolle Intensität und machte Lust auf einen Kurs, auf dem starke Kletterfähigkeiten und technisches Können den Unterschied ausmachen würden. Martín Vidaurre baute weiter auf seine starke Frühform der Saison auf und kam nach zweieinhalb Wochen Höhentraining bestens vorbereitet in den anspruchsvollen Rennblock. Alle Fahrer lobten außerdem die Arbeit der Streckenbauer. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen gelang es den Organisatoren, den Kurs während der gesamten Woche in einem hervorragend fahrbaren Zustand zu halten.

XCC | Rutschig, taktisch und schnell
Der anhaltende Regen seit dem Morgen sorgte für äußerst rutschige Bedingungen. Dennoch blieb die Strecke schnell, gut fahrbar und belohnte Fahrer, die bereit waren, Risiken einzugehen. Fehler blieben dennoch nicht aus.

Frauen
Die Frauen meisterten das Chaos hervorragend. Batten wurde am Start aufgehalten, während Frei und Stigger sich schnell an der Spitze etablierten. Nach vier Runden hatte sich eine vierköpfige Spitzengruppe gebildet. Frei war dabei – ruhig, kontrolliert und geduldig. Als die Schlussrunde begann, setzte sie ihre Attacke. Sie trat an – niemand konnte folgen. Das Ergebnis: Ein weiterer beeindruckender Sieg und ihr zweiter XCC-Weltcupsieg der Saison. Das Epic 9 vermittelte erneut genau das Vertrauen und die Kontrolle, die unter diesen Bedingungen entscheidend waren. Frei baute ihre Gesamtführung weiter aus. Stigger belegte Rang 19, Batten wurde 28.

Männer
Auch bei den Männern war das Rennen von Beginn an extrem intensiv. Ein aggressiver Start führte beinahe zu mehreren Stürzen, doch Vidaurre und Boichis kämpften sich erfolgreich nach vorne. Beide bewegten sich souverän durch die Rock Gardens und wirkten jederzeit völlig unter Kontrolle. Überholen war schwierig, doch ihre Epic 9 verschafften ihnen das nötige Vertrauen und den entscheidenden Vorteil. In der letzten Runde wurde es dramatisch: Vidaurre rückte kurzzeitig auf Platz zwei vor, stürzte jedoch unmittelbar vor dem Ziel und kam schließlich als Sechster ins Ziel. Boichis belegte Rang fünf. Noch wichtiger: Beide sicherten sich einen Startplatz in der ersten Reihe für das XCO-Rennen und sammelten wertvolle Punkte für die Gesamtwertung.

Epic 9 | Unterschiedliche Missionen. Unterschiedliche Setups.

Martín Vidaurre | Epic 9
XCC | Nass und taktisch
  • Gabel: 70 psi | Rebound 7 | Bias +2
  • Dämpfer: 168 psi | Rebound 6
  • Kettenblatt: 36 Zähne

Abgestimmt auf maximale Geschwindigkeit, Effizienz und schnelle Beschleunigungen auf einem kurzen, rutschigen Kurs.
XCO | Traktion und Kontrolle
  • Gabel: 70 psi | Rebound 7 | Bias -1
  • Dämpfer: 168 psi | Rebound 6
  • Reifen: Air Trak | 22 / 22,5 psi
  • Kettenblatt: 34 Zähne

Mehr Traktion. Mehr Vertrauen. Mehr Kontrolle in Leogangs technisch anspruchsvollen Passagen und langen Anstiegen.

Das komplette Race-Setup bestand aus dem Specialized Epic 9, Roval Control World Cup Laufrädern, SRAM XX SL Eagle Transmission sowie Body Geometry Kontaktpunkten – optimiert für maximale Effizienz, Sicherheit und Kontrolle unter den ständig wechselnden Bedingungen in Leogang.

XCO | Überleben, Durchhaltevermögen und Geschichte
Der Regen setzte exakt mit Beginn der Rennen ein. Kurz vor dem Frauenrennen öffnete der Himmel erneut seine Schleusen und verwandelte die Strecke ein weiteres Mal.

Frauen | Kampf gegen die Bedingungen
Frei und Stigger erwischten einen starken Start und hielten sich aus dem Chaos im Feld heraus. Batten musste sich zunächst aus dem hinteren Bereich nach vorne arbeiten. An der Spitze positionierte sich Frei erneut genau dort, wo sie in dieser Saison fast immer zu finden war – im Kampf um den Sieg. Dann kamen die Rückschläge. Ein Sturz. Dann der nächste. Und noch einer. Die Bedingungen forderten ihren Tribut. Das Rennen entwickelte sich immer weniger zu einem Geschwindigkeitswettkampf und immer mehr zu einem Überlebenskampf. Doch Frei kämpfte weiter. Platz um Platz. Runde um Runde. Am Ende erreichte sie Rang neun. Batten wurde nach einem Kettenabwurf in den letzten Kurven 23. Stigger beendete nach einem schwierigen Wochenende das Rennen auf Platz 27. Nicht das Ergebnis, das sich das Team erhofft hatte – aber dennoch ein wichtiges. Frei liegt nun auf Rang zwei der XCO-Gesamtwertung, Stigger bleibt Dritte.

Männer | Der Durchbruch
Bis zum Start der Männer hatte sich das Wetter erneut verändert. Der Regen hörte auf. Die Sonne kam heraus. Beide Specialized-Fahrer erwischten einen hervorragenden Start. Boichis setzte das Rennen sofort unter Druck. Er attackierte, erhöhte das Tempo und sorgte früh für Selektionen. Vidaurre hielt sich perfekt in der Verfolgergruppe. Beide Fahrer wirkten auf den technischen Passagen vollkommen zu Hause, fuhren mit hoher Geschwindigkeit durch die Rock Gardens und griffen auf den Abfahrten mit großem Selbstvertrauen auf ihren Epic 9 an. Boichis kontrollierte das Rennen. Er testete seine Konkurrenten. Wartete auf den richtigen Moment. Dann kam die entscheidende Attacke.

Er riss eine Lücke – und niemand konnte reagieren.
Hinter ihm nahm Vidaurres Rennen eine dramatische Wendung. Ein Sturz hinterließ eine blutende Armverletzung und zwang ihn zu einem Stopp in der Tech Zone. Dennoch setzte er das Rennen fort und kämpfte um jede Position und jeden Punkt. An der Spitze blickte Boichis nicht mehr zurück. Er überquerte die Ziellinie allein. Sieg. Sein erster Elite-XCO-Weltcupsieg. Ein Moment, auf den er jahrelang hingearbeitet hatte. Mission erfüllt.

Gemeinsam gewinnen wir
Der erste Elite-Weltcupsieg für Adrien Boichis. Sina Frei führt weiterhin die XCC-Gesamtwertung an. Martín Vidaurre bleibt Dritter der XCC-Gesamtwertung. Frei liegt auf Rang zwei der XCO-Wertung, Laura Stigger auf Platz drei. Und trotz aller Herausforderungen dieses Wochenendes bleibt Specialized Spitzenreiter der Team-Gesamtwertung. Drei Runden absolviert. Nächster Halt: Lenzerheide.

„Ich hoffe, das ist erst der Anfang. Dieser Sieg macht mich nur noch hungriger auf mehr.“ – Adrien Boichis

Fotos: (c) Specialized Factory Racing Team

Weitere Informationen unter www.specialized.com/us/en
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Mirko Metzger
0172-2101311
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42855 Remscheid
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