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MTB-News > Juni 2026
Rissveds  und Boichis triumphieren Cross Country Bewerb - 20.000 Fans feiern Mountainbike-Fest in Saalfelden Leogang

Mit  dem  ersten Leogang-Sieg der schwedischen Weltmeisterin Jenny Rissveds  auf der  olympischen Cross-Country-Distanz, dem Premierenerfolg des Franzosen Adrien Boichis bei den Herren sowie dem Enduro-Weltcup und  den Enduro Open ging  am Sonntag das erste Vierfach-Event der Saison der WHOOP UCI Mountain Bike  World Series in Saalfelden Leogang zu Ende.  Mehr als 20.000 Fans, 820  Athlet:innen aus 43 Nationen und packende Entscheidungen in Cross-Country  Olympic, Short Track, Downhill und  Enduro machten das Weltcup-Wochenende in  Österreichs größter  Bike-Region Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn erneut  zu einem  Mountainbike-Fest der Superlative.

Saalfelden Leogang hat seinem Ruf als einer der wichtigsten  Mountainbike-Standorte im internationalen Rennkalender einmal mehr alle  Ehre gemacht. Vier Tage lang stand die Region ganz im Zeichen der WHOOP  UCI Mountain Bike World Series – mit Weltcupentscheidungen in Downhill,  Cross-Country Olympic, Short Track und Enduro, großen Emotionen und  tausenden Fans.

Am Sonntag gehörte die Bühne den olympischen  Cross-Country-Bewerben. Bei den Elite-Damen wurde das Rennen zur  neuerlichen Schlammschlacht: Regen, Matsch, Stürze und schwierige  Bedingungen verlangten den Fahrerinnen alles ab. Jenny Rissveds ließ  sich davon nicht beirren. Nach einer turbulenten Startphase übernahm  Rissveds früh das Kommando bestimmte das Rennen von Beginn an, fuhr über  weite Strecken in einer eigenen Liga und spulte ihr Tempo auf der  technisch und physisch anspruchsvollen Strecke beeindruckend konstant  ab. Nach mehreren zweiten Plätzen in Saalfelden Leogang gelang ihr damit  auf der olympischen Distanz der lang ersehnte erste Sieg an diesem  Weltcup-Standort.

Hinter Rissveds entwickelte sich ein  intensiver Kampf um die weiteren Podestplätze. Vorjahres-Doppelsiegerin  Puck Pieterse (NED) und Alessandra Keller (SUI) lieferten sich über  mehrere Runden ein enges Duell, ehe sich die Niederländerin in der  Schlussphase entscheidend absetzen konnte. Keller durfte sich als Dritte  dennoch über einen besonderen Meilenstein freuen: Für die Schweizerin  war es bereits die 20. Podiumsplatzierung im Weltcup.

Aus  österreichischer Sicht zeigte Mona Mitterwallner eine starke Leistung.  Die Tirolerin machte kontinuierlich Boden gut und kämpfte sich in der Schlussphase noch in die Top Ten. „Ich bin nicht da, wo ich sein möchte,  aber ich habe mir gedacht, ich muss vor allem beim Heimweltcup alles  zeigen, was ich habe, und eine gute Performance hinlegen“, resümierte  Mitterwallner nach dem Rennen. Laura Stigger erwischte zunächst einen  starken Start, verlor nach Problemen im Wald jedoch den Anschluss und  musste in weiterer Folge kontinuierlich Boden preisgeben. Letztlich  landete sie auf Rang 27. Auch XCC-Siegerin Sina Frei hatte im Rennen zu  kämpfen und landete nach mehreren Stürzen und einem Reifenwechsel auf  Rang neun.

Boichis jubelt, Riley rückt nach – Bair mit Karrierebestleistung
Mehr  Sonnenschein, aber nicht weniger Spannung gab es anschließend bei den  Herren. Das Rennen entwickelte sich auf den finalen Runden zu einem französisch geprägten Katz-und-Maus-Spiel an der Spitze. Mathis Azzaro,  Luca Martin und Adrien Boichis lieferten sich einen packenden Dreikampf  und gingen zu dritt in die finale der sechs Runden. Dort belauerten sich  die drei zunächst, ehe Boichis am finalen Anstieg zu einem brutalen  Antritt ansetzte. Mit seiner Attacke riss er die entscheidenden Lücken  auf und fuhr schließlich zu seinem ersten Weltcupsieg. Dahinter schien  zunächst ein rein französisches Podium möglich, doch nach dem Rennen kam  es noch zu einer entscheidenden Änderung im Ergebnis: Der  zweitplatzierte Mathis Azzaro wurde wegen falscher Linienwahl in der  Tech Zone, einer neuen Regel in dieser Saison, disqualifiziert. Davon  profitierten der US-Amerikaner Bjorn Riley, der auf Rang drei vorrückte  und Luca Martin (FRA), der nun den zweiten Rang einnehmen konnte. Es ist  das nächste Leogang-Podium, nachdem er am Freitag auf Rang drei gelegen  hatte und die Weltcup-Gesamtführung für den Franzosen.

Bester  Österreicher wurde Mario Bair auf Rang 18. Für ihn bedeutete dieses  Resultat zugleich sein bislang bestes Weltcupergebnis und einen starken Auftritt vor heimischem Publikum: „Vor Heimpublikum, meinen Eltern, nach  diesem schwierigen Jahr und auf dieser anspruchsvollen Strecke ist es einfach nur unglaublich, mein bestes Weltcupergebnis eingefahren zu  haben“, so Bair. Max Foidl hatte zu Beginn des Rennens eine engagierte Vorstellung gezeigt und sich zunächst in der vorderen Verfolgergruppe  gehalten, landete letztlich hinter Bair auf Rang 23.

Embacher bestätigt starke Form – Deutscher Schehl feiert perfektes Leogang-Wochenende
Bereits  am Vormittag hatte Katrin Embacher aus österreichischer Sicht für einen  starken Auftakt in den Cross-Country-Tag gesorgt. Nach ihrer Podestplatzierung im Cross Country-Short Track bestätigte sie auch auf  der olympischen Distanz ihre Form und fuhr im U23-Rennen der Damen auf Rang vier. Den Sieg sicherte sich die italienische Weltcupführende  Valentina Corvi. Rang zwei ging an Fiona Schibler. Rang drei an Monique  Halter. Bei den U23-Herren durfte Paul Schehl über ein perfektes  Leogang-Wochenende jubeln: Nach seinem Sieg im Cross Country Short Track  legte der Deutsche auch am Sonntag nach und feierte damit sein erstes  Weltcup-Double. Die weiteren Ränge gingen an zwei Franzosen: Alix  Andre-Gallis und Nael Rouffiac.

RESÜMEE: Mehr als 20.000 Fans und 820 Athlet:innen aus 43 Nationen
Mit  den Cross-Country-Olympic-Entscheidungen ging am Sonntag ein besonderes  Jubiläumswochenende in Saalfelden Leogang zu Ende. Mehr als 20.000 Zuschauer:innen kamen an den Veranstaltungstagen in die Region,  allein am Downhill-Samstag wurden rund 15.000 Fans gezählt. Insgesamt kämpften 820 Athlet:innen aus 43 Nationen um Weltcup-Punkte und  Podestplätze. Pro Tag waren rund 350 freiwillige Helfer:innen im  Einsatz, gemeinsam mit allen Mitarbeiter:innen waren täglich mehr als  500 Personen mit der Abwicklung der Veranstaltung beschäftigt.

Die  Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Saalfelden Leogang im  internationalen Mountainbike-Kalender. Der EPIC Bikepark Leogang feiert  heuer sein 25-jähriges Bestehen, der Weltcup machte bereits zum 15. Mal  in der Region Station.

Die langfristige Zusage bis mindestens  2030 schafft Planungssicherheit für die Weiterentwicklung des  Weltcup-Standorts. „Durch die fixe Zusage sind nachhaltige Investitionen  möglich. In diesem Jahr haben wir nach Rücksprache mit den Athlet:innen  rund 200.000 Euro in die Cross-Country-Strecke investiert – unter  anderem in Steinfelder und spezielle Rasengitter, damit auch bei  Schlechtwetter spannende und faire Rennen möglich sind. Diese Adaptionen  sind sehr positiv aufgenommen worden und passieren auch schon mit Blick  auf die WM 2028“, so Marco Pointner, CEO der Saalfelden Leogang  Touristik GmbH und Veranstalter der WHOOP UCI Mountainbike World Series.

Neben  den sportlichen Entscheidungen sorgten zahlreiche Sideevents, Signing  Sessions sowie die Expo & Team Area für Stimmung abseits der Rennstrecken. „Wir geben seit Jahren alles, um für Fans, Athlet:innen  und Teams ein außergewöhnliches Event auf die Beine zu stellen. Dass wir  erneut so viele Mountainbike-Begeisterte begrüßen durften, ist eine  großartige Bestätigung für die harte Arbeit aller Beteiligten“, so  Kornel Grundner, Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen GmbH und  Veranstalter der WHOOP UCI Mountainbike World Series.

Mit dem  Jubiläum des EPIC Bikepark Leogang, dem 15. Weltcup-Gastspiel und der  langfristigen Perspektive bis mindestens 2030 setzte Saalfelden Leogang  an diesem Wochenende ein weiteres starkes Ausrufezeichen.

Fotos: Bikepark Saalfelden-Leogang / Patrick Wasshuber / Stefan Voitl / Daniel Roos

Weitere Informationen unter www.bikepark-leogang.com/

Über die Region Saalfelden Leogang
Die Region Saalfelden Leogang liegt im Herzen des Salzburger Landes, eingebettet in die Kulisse des Steinernen Meeres und der Leoganger Steinberge. Die beiden Partnergemeinden haben sich als touristisches Oberzentrum zusammengeschlossen und ergänzen sich optimal, wie man bereits bei der vorbildlichen Ausrichtung der UCI Mountainbike Weltmeisterschaften 2012 und 2020 sehen konnte. Die Vielfalt der Region lockt jedes Jahr tausende Bike-Urlauber, ob E-Biker, Gravel-Biker, Mountainbiker oder auch Rennradfahrer, nach Saalfelden Leogang. The Epic Bikepark Leogang, als Herzstück der Bike-Region Saalfelden Leogang, hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 als einer der renommiertesten Bikeparks in Europa etabliert. Er gehört zu den insgesamt zweiundzwanzig GraVityCard-Bikeparks in Europa. Mit international hochklassigen Veranstaltungen wie dem UCI Downhill Mountain Bike World Cup wurde The Epic Bikepark Leogang über die Jahre ein integraler Bestandteil der internationalen Mountainbike-Szene. 2021 wurde erstmals ein Doppelweltcup ausgetragen. Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Worldcup fand in den Disziplinen Cross-Country und Downhill im Epic Bikepark Leogang statt.
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