Direkt zum Seiteninhalt

MTB Sport News Juni 2026 43 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

Menü überspringen
Menü überspringen
MTB-News > Juni 2026
Die Vorherrschaft von Peretti, die Signatur von Valero: Schaulaufen beim HERO SÜDTIROL DOLOMITES

Beim weltweit anspruchsvollsten Mountainbike-Marathon holte sich der Spanier David Valero Serrano vor dem ehemaligen Rennradprofi Diego Rosa und dem Niederländer Tim Smeenge den Sieg. Bei den Damen dominierte bereits ab den ersten Metern bis ins Ziel die Italienerin Claudia Peretti vor der Niederländerin Rosa van Doorn und der Polin Paula Gorycka Kurmann. Am Start waren Biker aus 54 Ländern. Nach vier Etappen führt beim HERO UCI Cross-Country Marathon World Cup 2026 bei den Damen die Schweizerin Anna Weinbeer (hat das Podium heute knapp verfehlt) und bei den Herrn David Valero Serrano.

Beim HERO Südtirol Dolomites 2026 waren heute Morgen die international bekanntesten Langstrecken-Mountainbike-Fahrerinnen und -fahrer am Start. Für diese Athleten sind nicht nur das im Laufe von 16 Austragungen erworbene Ansehen des Rennens attraktiv, sondern auch die dabei zu gewinnenden Punkte, die in die Gesamtwertung des HERO UCI Marathon World Cup einfließen. Denn der beeindruckendste Mountainbike-Marathon der Welt ist, gemessen am Verhältnis zwischen Streckenlänge und Höhenunterschied, der anspruchsvollste Mountainbike-Marathon der Welt. Außerdem war dies die vierte Etappe des UCI-Weltcups, bei der in den Elite- und Master-Kategorien 180 Athletinnen und Athleten am Start waren.

BEI DEN HELDINNEN WEHT DIE ITALIENISCHE FAHNE.
Die Ersten, die in Wolkenstein das Ziel erreichten, wo das Rennen auch seinen Ausgang genommen hatte und das gesamte Hauptquartier des HERO Bike Festivals stand, waren die Elite-Sportlerinnen, die auf einer Strecke von 60 km und 3.200 Höhenmetern gegeneinander antraten. Den Sieg holte sich die Italienerin Claudia Peretti, die beim ersten Anstieg am Grödnerjoch die Führung übernommen und nicht wieder abgegeben hatte. Die italienische Marathonmeisterin kam mit einer Zeit von 3:53:48 ins Ziel.

„Heute Morgen konnte ich mit meinen Beinen gut, sogar sehr gut in die Pedale treten und deshalb habe ich versucht, einen Rennrhythmus vorzugeben, der zu meiner Tagesverfassung passte. Das war dann auch die richtige Entscheidung,” so die 28 Jahre alte Claudia Peretti. „Es stimmt zwar, dass es riskant ist, gleich zu Beginn alles zu geben, aber wenn man in Höchstform ist, lohnt es sich, das Risiko einzugehen. Ich habe gespürt, dass das heute für mich der richtige Tag ist und dass mich niemand überholen würde.” Die Siegerin und ihr Teammanager und Trainer Marzio Deho fielen sich überwältigt in die Arme. Dieses Ergebnis ist die Krönung einer erstklassigen Saison, in der sich die Athletin aus Omegna letzten Mai auch den italienischen Meisterschaftstitel holte.

Auf Platz zwei landete hinter Claudia Peretti die Niederländerin Rosa van Doorn mit einem Abstand von 2:32, nachdem sie im zweiten Teil des Rennens nach 30 km überzeugend aufholen konnte und vom achten auf den zweiten Platz fuhr. Für die Niederländerin, die 2025 den Weltcup gewonnen hatte, ist dies nach ihrer Knieverletzung zu Saisonbeginn, die sie zum Pausieren zwang, eine leistungsstarke Rückkehr. Den dritten Platz in einer Zeit von 3:57:41 erreichte die Polin Paula Gorycka Kurmann, die sich im diesjährigen Weltcup endlich vom Alptraum des vierten Platzes in Folge loslösen konnte: „Ich wusste, dass Anna Weinbeer auf Aufholjagd war, aber ich war fest entschlossen, mich nicht noch einmal mit einem undankbaren vierten Platz zu begnügen“. Auf den vierten Platz hingegen kam die zurzeit in der Gesamtwertung führende Schweizerin Anna Weinbeer vom Team KTM Spada Brenta Brakes, die die diesjährige Saison dominiert und das Podium nur knapp um drei Sekunden verfehlte. Die Schweizerin gratulierte ihren Konkurrentinnen zur heutigen Leistung, aber ihr Ringen um die Vorherrschaft beim HERO Dolomites ist nicht aufgehoben, nur aufgeschoben.

ZÄHES RINGEN BEI DEN HELDEN
Bei den Herrn kam es zu einem ständigen Wechsel im Spitzenfeld. Durchsetzen konnte sich beim HERO der Spanier David Valero Serrano, Anführer des Teams Klimatiza Orbea Team, auf einer Strecke von 86 km und 4.500 Höhenmetern in einer Zeit von 4:30:11. Den Sieg entschied er im zweiten Teil des Rennens für sich, nachdem der Niederländer Tim Smeenge, niederländischer Marathon-Meister, mit 18 Sekunden Vorsprung vor dem ehemaligen Rennradprofi Diego Rosa in Dantercepies vorbeifuhr, der mittlerweile wieder zu seiner ersten Liebe, dem Mountainbike zurückgekehrt war, und auch alle anderen Podiumsanwärter überholte. Dazu gehörten der Kolumbianer Leo Paez, achtmaliger Sieger des HERO, der Spanier David Valero Serrano, der die Gesamtwertung des HERO UCI Marathon World Cup 2026 anführt, der Belgier Wout Alleman, der in Topform ist, sowie der junge Dario Cherchi, der nun nicht mehr in der U23 fährt, sondern in der Elite-Kategorie von sich reden macht. Auch die anderen Mitstreiter wie Andreas Seewald, Lorenzo Samparisi und sogar Alleman konnten, nachdem sie Arabba passiert hatten, nicht mehr mit dem beeindruckenden Rhythmus des Spitzenfeldes mithalten. Ab dem Pordoijoch hatten nur noch fünf Anwärter Chancen auf den Sieg: der Kapitän vom Team Klimatiza Orbea versuchte, seinen Vorsprung auf alle anderen weiter auszubauen, gefolgt von Paez und Cherchi, die beide für das Team Leecougan Basso Factory Team fahren (in einem imaginären Teamspiel). Rosa und der Niederländer waren dicht auf den Fersen, die nach einem rasanten Start erst wieder Atem schöpfen mussten. Auf der Höhe des Lupo Bianco verlangsamte der aus dem italienischen Ligurien stammende Cherchi seinen Rhythmus und etwas weiter vorne musste Leo Paez wegen einer technischen Panne am Lenker stehen bleiben. Rosa nutzte seine Chance und fuhr an ihm vorbei. Smeenge war in der Zwischenzeit wieder zu Kräften gekommen und holte das Spitzentrio ein, um im Zielbereich alles aufs Spiel zu setzen. Der Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele von Tokio 2020, Valero Serrano, der dafür bekannt ist, bei den Rennen in den letzten Streckenabschnitten noch einmal deutlich das Tempo zu erhöhen, fuhr seinen Konkurrenten davon und erreichte allein das Ziel in Wolkenstein.

„Mir war klar, dass ich bei meiner ersten Teilnahme am HERO vorsichtig losfahren musste, denn ich wusste, wie anspruchsvoll dieses Rennen ist. Und so war es dann auch. Ich ließ die anderen Fahrer den Rennrhythmus vorgeben und im Endteil habe ich mir dann überlegt, beim Anstieg anzugreifen. Nach dem Durontal hatte ich dann beim Anstieg am Zallinger die Chance, alle anderen abzuhängen und diesen Vorsprung bis ins Ziel mitzunehmen. Was soll ich dazu sagen? Ich habe schon seit Jahren viel vom HERO gehört und dieses Rennen beim ersten Versuch zu gewinnen, ist wirklich überwältigend”, so der begeisterte Sieger des HERO 2026 aus Spanien. Bei diesem Rennen beeindruckt vor allem eine technische Angabe. Während Cherchi und Paez mit einem vorderen 32er- und 34er-Kettenblatt fuhren, hatte sich Valero für ein 36er-Kettenblatt entschieden, was zeigt, zu welcher Höchstleistung er fähig ist.

Dieser Sieg erlangt noch mehr Bedeutung, wenn wir die erstklassigen Fahrer berücksichtigen, die er hinter sich zurückgelassen hat wie Diego Rosa, der mit einem Abstand von 41,4 zum Sieger das Ziel erreicht hat. Den dritten Platz belegte der Niederländer Tim Smeenge in einer Endzeit von 4:31:00. Dieses Biker-Duo hat schon auf den ersten Rennkilometern ein höllisches Tempo vorgegeben.

In der Master-Kategorie gewannen der Österreicher Uwe Hochwarter und die Britin Sophie Johnson.

Mit ihrem heutigen Sieg konnten David Valero vom Team Klimatiza Orbea Team und Anna Weinbeer vom Team KTM Spada Brenta Brakes das Rosa Trikot der Gesamtführung für sich erobern, mit dem sie bei der fünften Etappe in Kirchzarten in Deutschland beim Black Forest ULTRA Bike Marathon am 26. Juli 2026 an den Start gehen.

INTERNATIONALE PRÄGUNG
Dass das HERO Südtirol Dolomites international geprägt ist, zeigt sich nicht nur an der Startliste mit den Athletinnen und Athleten, die aus 54 Ländern aus den fünf Kontinenten kommen, sondern auch an den unterschiedlichen Fahnen, die auf den Spitzenplätzen vertreten sind. Bei den Damen sind acht Nationen unter den ersten zehn Plätzen und bei den Herrn sind sieben Länder vertreten. Für die Sichtbarkeit des Events weit über die Grenzen hinaus ist gesorgt, denn die Fernsehbilder des HERO Südtirol Dolomites werden in allen fünf Kontinenten ausgestrahlt.

Fotos: (c) Hero UCI Marathon World Cup / Harald Wisthaler / Freddy Planinschek

Weitere Informationen unter www.heroucimarathonworldcup.com
Kontakt

www.mtb-sport.de
Mirko Metzger
0172-2101311
Nüdelshalbach 72
42855 Remscheid
Deutschland
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Auf www.mtb-sport.de werden keine Produkte verkauft, daher gibt es keine Liefer- oder Rückgabebedingungen. Sachpreise aus Gewinnspielen werden unentgeltlich per Standardversand verschickt; ein Umtausch oder eine Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
Top-Mountainbike im Test
Zurück zum Seiteninhalt