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MTB Sport News Juni 2026 39 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

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MTB-News > Juni 2026
Spektakulärer Short-Track-Auftakt und starke Heimauftritte in Leogang

Der  erste Renntag bei der WHOOP UCI Mountain Bike World Series Saalfelden  Leogang hatte alles zu bieten: spektakuläre Short-Track-Rennen, schwierige Bedingungen, starke österreichische Auftritte und eine  souveräne Downhill-Qualifikation der heimischen Hoffnungsträger. Während  Simon Andreassen nach einem dramatischen Krimi bei den Herren seinen  ersten XCC-Weltcupsieg feierte und Sina Frei bei den Damen den Dreikampf  mit Alessandra Keller und Jenny Rissveds für sich entschied, lösten  Andreas Kolb und Valentina Höll in der Downhill-Qualifikation souverän  ihre Tickets für die Finalentscheidungen. Bereits am Vormittag sorgte  Katrin Embacher mit Rang drei im U23-Short-Track-Bewerb für ein  rot-weiß-rotes Podium.

Es  war ein Rennen, das alles hatte, was Mountainbike-Sport so spektakulär  macht: technische Defekte, Stürze, taktische Manöver, permanente Führungswechsel – und eine Schlussrunde, in der sich die Ereignisse noch  einmal überschlugen. Das XCC-Rennen der Elite-Herren beim WHOOP UCI Mountain Bike World Cup in Saalfelden Leogang wurde am Freitagabend zu  einem echten Krimi. Am Ende jubelte der Däne Simon Andreassen über seinen ersten Weltcupsieg im Short Track.

Schon  früh entwickelte sich das Rennen zu einem Ausscheidungskampf. Der  Schweizer XCO-Weltcupführende Dario Lillo hatte bereits zu Beginn mit technischen Problemen zu kämpfen.

Besonders  dramatisch wurde es in der Schlussphase. Während rundherum immer wieder  Fahrer durch Defekte, Fehler oder Stürze zurückgeworfen wurden,  profitierte Andreassen und krönte ein spektakuläres Rennen mit seinem  ersten XCC-Weltcupsieg: „Ich bin einfach happy. Das ist ein brutaler Sport, aber auf diesen Sieg bin ich richtig stolz“, sagte Andreassen  nach dem Rennen. „Ich hatte keinen Plan – es ging nur ums Überleben.  Zwei Runden vor Schluss habe ich gesehen, dass vielleicht noch etwas  möglich ist. Ich habe mich auf Position fünf und sechs wohlgefühlt, dann  meine Chance gesehen und bin vorbeigezogen.“

Auch  die schwierigen Sichtverhältnisse spielten Andreassen am Ende in die  Karten. „Ich habe kaum etwas gesehen und wollte einfach freie Sicht haben. Das war am Ende eine gute Entscheidung, nach vorne zu gehen“, so  der Sieger.

Hinter  Andreassen komplettierten Filippo Colombo (SUI) und Luca Martin  (FRA) nach einem hochintensiven Rennen das Podium. Aus österreichischer Sicht belegte Max Foidl als bester Österreicher Rang 27.

Sina Frei entscheidet Dreikampf der Damen für sich
Vor  dem turbulenten Herrenrennen entwickelte sich das XCC-Rennen der  Elite-Damen zu einem hochklassigen Dreikampf an der Spitze. Sina Frei, Weltmeisterin Alessandra Keller und Europameisterin Jenny Rissveds  bestimmten über weite Strecken das Geschehen und lieferten sich ein  enges Duell um den Sieg. Die  Entscheidung fiel erst in der letzten Runde: Am finalen Anstieg setzte  Frei zu einer entschlossenen Attacke an, konnte sich von Keller und  Rissveds lösen und fuhr den Sieg ins Ziel. Nach ihrem Erfolg beim  Saisonauftakt in Südkorea ist es für die Schweizerin bereits der zweite Short-Track-Saisonsieg.

„Ich  bin super happy, dass ich das Leaderjersey mit zu meinem Heimweltcup  nehmen kann. Ein riesiges Dankeschön heute in erster Linie an das Team, das bei diesen Bedingungen Außergewöhnliches geleistet hat“, sagte Frei  im Ziel.

Für  Teamkollegin und Freundin Laura Stigger verlief der Auftakt in Leogang  dagegen enttäuschend. Die Tirolerin erwischte zunächst einen starken  Start, fuhr zwei Runden lang in der Spitzengruppe mit und übernahm am  ersten Anstieg sogar kurzzeitig die Führung. Danach fiel Stigger jedoch  Runde für Runde zurück und beendete das Rennen auf Rang 19.

„Das  war ein verdammt hartes Rennen. Ich bin zwar am Start gut weggekommen,  danach aber überhaupt nicht ins Fahren gekommen. Es war ein brutaler  Kampf. Es ist vor allem für die Fans schade, für die ich natürlich mehr  zeigen wollte. Ich bin jetzt definitiv enttäuscht, aber für Sonntag und  den Cross Country heißt es: Kopf hoch“, sagte die Athletin vom Team  Specialized Factory Racing.

Auch  für  Mona Mitterwallner verlief das Short-Track-Rennen als 24. nicht  nach Wunsch.  Damit blieb der Auftakt aus österreichischer Sicht hinter  den Erwartungen. Die nächsten Chancen folgen jedoch bereits am Sonntag,  wenn in Saalfelden Leogang  die Cross-Country Entscheidungen in der olympischen Disziplin auf dem Programm stehen.

Rot-weiß-rotes Podium bei den U23-Damen
Mit  den U23 Cross-Country-Short-Track-Bewerben ist bereits am  Freitagvormittag der sportliche Auftakt in das Weltcup-Wochenende in  Saalfelden Leogang erfolgt. Regen, Matsch und rutschige Passagen sorgten  auch bei den Cross Country- Athlet:innen für schwierige Bedingungen.

Embacher fährt bei Heimrennen aufs Podium
Bei  den U23-Damen ging der Sieg in die Schweiz: Monique Halter,  U23-Europameisterin und Junioren-Weltmeisterin, setzte sich in einem anspruchsvollen Rennen durch und feierte einen starken Auftakterfolg in  Leogang. Rang zwei ging an die Niederländerin Bloeme Kalis. Die  Tirolerin Katrin Embacher sorgte für das erste Highlight aus heimischer  Sicht: Die Tirolerin fuhr bei ihrem Heimrennen mit einer starken  Schlussrunde auf Rang drei und damit aufs Podium.

„Ich  bin mega glücklich. Ich hätte mir das heute ehrlich gesagt nicht so  zugetraut“, freute sich Embacher nach dem Rennen. „Zu Beginn habe ich  ein wenig gebraucht, um reinzukommen, aber ich habe eine gute letzte  Runde hingelegt, würde ich sagen.“ Für die junge Österreicherin ist es  der nächste starke Auftritt in einer bisher erfolgreichen Saison: Erst  in Nové Město hatte sie ihren ersten Sieg in der Olympischen Disziplin  der U23-Damen gefeiert. Mit Platz drei im Short Track sicherte sich  Embacher zugleich eine hervorragende Ausgangsposition für das  Cross-Country-Rennen am Sonntag.

Nächster Sieg für deutschen Paul Schehl bei den U23-Herren
Bei  den U23-Herren jubelte Deutschland über ein Doppel-Podium. Paul Schehl  setzte sich nach seinem Short-Track-Erfolg in Nové Město auch in Leogang  durch und bestätigte damit seine starke Form. Schehl kontrollierte das  Rennen über weite Strecken und wartete bis zur Schlussrunde, um die entscheidende Attacke zu setzen.

„Ich  hatte es immer unter Kontrolle. Die erste Runde gehe ich nie wirklich  schnell an, deshalb habe ich auf die letzte Runde gewartet und dort  alles reingehauen“, erklärte Schehl nach seinem Sieg. Besonders  emotional machte den Erfolg das gemeinsame Podium mit seinem Freund und  Landsmann Benjamin Krüger, der Rang drei belegte. „Wir haben schon so  oft über ein Doppel-Podium fantasiert. Dass es heute endlich geklappt  hat und wir es beide auf die Kette gebracht haben, macht diesen Tag noch  viel genialer.“

Rang  zwei ging an den Franzosen Thibaut François Baudry, der zuletzt in Nové  Město in der Olympischen Disziplin triumphiert hatte und sich für Sonntag entsprechend viel vorgenommen hat.

Regen, Matsch und Schlamm riefen  stellenweise Erinnerungen an die Weltmeisterschaft 2020 wach: Die  Downhill-Qualifikation der WHOOP UCI Mountain Bike World Series in  Saalfelden Leogang verlangte den Athlet:innen am Freitag alles ab.  Andreas Kolb und Valentina Höll ließen sich davon nicht aus der Ruhe  bringen und dürfen weiter von einem starken Heimauftritt im  SalzburgerLand träumen.

Kolb Vierter in Q1
Bei  den Herren zeigte Andreas Kolb als Vierter des ersten  Qualifikations-Runs eine kontrollierte Fahrt. Der Steirer blieb bewusst  auf Sicherheit bedacht und ließ sich noch Reserven für das morgige  Finale: „Ich bin happy. Ich hätte auf jeden Fall schneller fahren  können, aber ich habe gewusst, dass viele Fehler machen werden. Heute  ging es darum, mit 95 Prozent herunterzukommen – and that’s it. Ich  weiß, was ich machen muss, und ich freue mich jetzt schon drauf“, so  Kolb.

Auch  der deutsche Henri Kiefer, im Vorjahr Dritter in Leogang, zeigte eine  starke erste Performance: „Das Level ist so hoch. Die ersten zwei  Weltcups habe ich verhauen. Ich habe Druck gespürt und gleichzeitig  versucht, mich frei zu fühlen – das ist mir gelungen. Die Strecke ist  brutal.“ An Leogang hat Kiefer besonders gute Erinnerungen: „Letztes  Jahr war hier mein Kick-off. Deshalb hier so reinzustarten, ist genau  richtig. Ich habe die guten Vibes mitgenommen. Ich liebe Leogang und ich  liebe dieses Event.“  Die schnellste Zeit in Qualifikationslauf 1 ging  an den US-Amerikaner Dylan Maples, die schnellste Zeit des Tages gelang  dann aber in Qualifikationsrunde zwei dem Kanadier Finn Iles.

Vali Höll: "Bei der Show dabei"
Erstmals  im Anschluss an die Herren gingen am Freitag die Damen auf die Strecke –  und fanden entsprechend schwierige Bedingungen vor. Regen, tiefer Boden  und die zahlreichen Spuren aus den vorherigen Läufen machten den Kurs  zu einer echten Herausforderung. Lokalmatadorin Höll löste diese Aufgabe  mit einer kontrollierten Fahrt und klassierte sich auf Rang drei: „Ich  bin mega konservativ gefahren, einfach nur runtergerollt. Die Strecke  war heute aufgrund der Bedingungen schon ordentlich mitgenommen – aber  es ist für alle gleich. Ich bin bei der Show dabei und das passt.“

Am  besten kam Marine Cabirou mit den schwierigen Verhältnissen zurecht.  Die französische WM-Bronzemedaillengewinnerin fuhr zur Bestzeit und setzte sich vor Anna Newkirk durch. Ganz fehlerfrei blieb aber auch  Cabirou nicht: „Es war heute sicher nicht perfekt. Ich habe einige  Fehler gemacht – was heute aber wahrscheinlich jeder passiert ist.“

Vorarlbergerin Schnellste der Juniorinnen
Bei  den Juniorinnen war heute die Vorarlbergerin Lina Frener die Schnellste  der Qualifikation. Die Tirolerin Rosa Zierl, die zuletzt das  Juniorinnen-Rennen in Frankreich gewann, belegte Rang drei, die Dänin  Rosa Marie Jensen landete auf Platz zwei.

Damit  ist für das Downhill-Finale und die österreichischen Fans in Saalfelden  Leogang alles angerichtet: Am Samstag starten die  Downhill-Entscheidungen um 11:00 Uhr mit den Junior:innen. Die  Elite-Herren folgen um 12:30 Uhr, die Elite-Damen um 14:15 Uhr.

Fotos: Bikepark Saalfelden-Leogang / Patrick Wasshuber / Stefan Voitl

Weitere Informationen unter www.bikepark-leogang.com/

Über die Region Saalfelden Leogang
Die Region Saalfelden Leogang liegt im Herzen des Salzburger Landes, eingebettet in die Kulisse des Steinernen Meeres und der Leoganger Steinberge. Die beiden Partnergemeinden haben sich als touristisches Oberzentrum zusammengeschlossen und ergänzen sich optimal, wie man bereits bei der vorbildlichen Ausrichtung der UCI Mountainbike Weltmeisterschaften 2012 und 2020 sehen konnte. Die Vielfalt der Region lockt jedes Jahr tausende Bike-Urlauber, ob E-Biker, Gravel-Biker, Mountainbiker oder auch Rennradfahrer, nach Saalfelden Leogang. The Epic Bikepark Leogang, als Herzstück der Bike-Region Saalfelden Leogang, hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 als einer der renommiertesten Bikeparks in Europa etabliert. Er gehört zu den insgesamt zweiundzwanzig GraVityCard-Bikeparks in Europa. Mit international hochklassigen Veranstaltungen wie dem UCI Downhill Mountain Bike World Cup wurde The Epic Bikepark Leogang über die Jahre ein integraler Bestandteil der internationalen Mountainbike-Szene. 2021 wurde erstmals ein Doppelweltcup ausgetragen. Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Worldcup fand in den Disziplinen Cross-Country und Downhill im Epic Bikepark Leogang statt.
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