MTB-News > Juni 2026
Das Lexware Mountainbike Team bei der Bike Revolution in Davos (Schweiz) - Khalid Sidahmed feiert ersten UCI-Sieg seit vier Jahren - Elina Benoit gelingt nach ihrer Verletzung mit Rang zwei bei der Bike Revolution in Davos ein erfolgreiches Comeback Das Lexware Mountainbike Team hat in der imposanten Bergwelt von Davos ein Trainingslager absolviert, keine schlechte Idee bei den extremen Termperaturen im Flachland. Einige der Teammitglieder haben die Chance genutzt, am Ende der Woche beim Cross-Country-Rennen in Davos an den Start zu gehen. Die Schweizerin Elina Benoit feierte nach ihrem unverschuldeten Crash in Nove Mesto, bei dem sie sich drei Rippen gebrochen hatte, bei der Bike Revolution in Davos ihr Comeback und wurde Zweite im Rennen der U23-Frauen. Ihr Landsmann Khalid Sidahmed (Foto oben) gewann überlegen das U23-Rennen der Männer, Noel Toth erkämpfte sich Rang sechs. Im international stark besetzten Juniorenrennen (UCI Junior Series) zeigte Elias Hückmann eine gute Performance und wurde nur wenig zurück hinter der Spitze Fünfter. Was haben die Athletinnen und Athleten zu ihren Rennen und Leistungen nach der Zieldurchfahrt gesagt? U23-Frauen und U23-Männer Elina Benoit (Foto oben), Rang zwei im U23-Rennen der Frauen: "Ich bin zufrieden mit dem zweiten Platz. Das Rennen ist gut gelaufen, ich hatte keine Schmerzen an den Rippen. Die erste Runde bin ich vorne gefahren, ich habe mich im Anstieg stark gefühlt (Anmerkung: Start mit der Elite). Anschließend bekam ich Atmungsprobleme, wahrscheinlich vom Staub, die Strecke war sehr trocken. Vielleicht hat auch die Hitze eine Rolle gespielt. Weil ich Asthma habe, bin ich bei der Atmung etwas empfindlicher. Ich werde daran arbeiten, dass ich künftig keine Probleme mehr bekomme. Ich bin auf dem richtigen Weg und es kann noch besser werden." Khalid Sidahmed, überlegener Sieger des U23-Rennens der Männer: "Es war ein sehr spezielles Rennen, weil wir zusammen mit der Elite gestartet sind. Aus irgendeinem Grund haben sie das Startfeld nicht nach der UCI-Rangliste aufgestellt, sondern zuerst die Elite und dahinter die U23. Ich stand hinter dem ganzen Elitefeld, was sehr komisch war. Der Start war sehr hektisch. Ich musste viel investieren, um nicht allzu weit hinten zu sein. Ich bin sehr schnell gefahren und war dann von Anfang an weg von allen U23-Fahrern. Ich bin mein Tempo gefahren, habe mich aber nicht so gut gefühlt, weil ich in der Woche davor viel trainiert hatte. Ich konnte meinen Vorsprung gut ausbauen. Auf den Abfahrten hab' ich's gemütlich genommen und versucht, keinen Fehler zu machen. Es war ein sehr langes Rennen, ich bin sehr zufrieden damit." Noel Toth, Rang sechs in der U23-Klasse: "Das erste Rennen nach der Matura. Es war ein bisschen ein Schock, in den Wettkampf reinzukommen. Nach der Hälfte konnte ich mich fassen und ein bisschen aufdrehen. Schade, dass ich das Podest der besten fünf verpasst habe, am Schluss hat da doch noch viel gefehlt. Es war sehr hart durch die Höhe und die Hitze. Jetzt mache ich eins nach dem anderen, Stück für Stück. Ich freue mich und bin zuversichtlich." U19 und U15 Elias Hückmann, Rang fünf bei den Junioren: "Das Rennen war eigentlich ganz gut, ich bin zufrieden. Am Ende war es echt knapp, ich hatte nur 18 Sekunden Rückstand auf Position eins. Ich habe zuletzt ein Season-Break gemacht und nur locker trainiert. Deshalb war mir klar, dass ich nicht den Punch habe, den man braucht, um ein Rennen zu gewinnen. Ich habe mich aber in dem Rennen wohl gefühlt, es hat alles gepasst. Ich bin sehr konstant gefahren. Ab jetzt bauen wir die Form wieder für die Weltmeisterschaft auf, der Plan ist darauf ausgerichtet." Maxi Strittmatter, 13. Platz bei den Juniorinnen: "Wir hatten in Davos ein cooles Teamevent, tolle Stimmung, das hat schon vor dem Start gute Laune gemacht. Ich bin sehr schnell gestartet und oben am Berg dann ganz schön eingegangen. Ich war vorübergehend mal Top Ten, aber anschließend bin ich auch auf dem Trail eingegangen, da ging es mir nicht so gut. Ich hab' mich aber wieder gefangen, meinen Rhythmus gefunden und habe dann jede Runde so ein oder zwei vor mir geholt. Ich bin zufrieden mit der Platzierung und meinem Rennen, es geht in die richtige Richtung." Liam Bessal, Sechster in der Klasse U15: "Ich hatte einen guten Rhythmus und ein gutes Gefühl im Rennen, aber meine Strategie war nicht die beste. Ich wollte nicht gleich von Anfang an Vollgas geben, um meine Kräfte in der Hitze etwas zu schonen. Ich bin dann auch noch leicht von der Strecke gerutscht und somit waren meine Chancen auf ein Top-fünf-Ergebnis dahin. Mit dem sechsten Platz bin ich dennoch zufrieden. Es ist nicht meine Lieblingsstrecke, ich hätte gerne mehr technische Passagen gehabt. Die Höhe habe ich nur ein bisschen gespürt." Das nächste Highlight: Die Veranstaltung in La Thuile im Aostatal ist nach dem Debüt in der vergangenen Saison erneut im MTB-Weltcup mit dabei. Neben den Disziplinen Cross-Country werden im italienischen Teil der Alpen auch Wettkämpfe im Downhill und Enduro ausgetragen. Die U23-Frauen eröffnen am Freitag, 3. Juli, 10.35 Uhr, mit dem Short Track (XCC) die Wettkämpfe, 11.25 Uhr sind die U23-Männer dran. Am Sonntag, 5. Juli, folgen die Cross-Country-Entscheidungen (XCO): 9 Uhr Start der U23-Frauen; 11 Uhr U23-Männer. Fotos: (c) Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de |