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Das Lexware Mountainbike Team beim HC-Rennen in Haiming (Österreich) - "Die Form stimmt"
Elias Hückmann wird beim Junior Series Rennen im Haiming (Österreich) Vierter, Lina Baldauf erkämpft sich bei den U17-Mädchen Rang drei und Noel Toth schafft im HC-Rennen der Klasse U23 den Sprung in die Top Ten.
"Das ist technisch eine anspruchsvolle Strecke mit vielen Wurzel-Passagen in den Anstiegen", sagt Daniel Berhe, Teammanager der Lexware Mountainbike Mannschaft,
zum Cross-Country-Kurs in Haiming (Tirol). Sehr gut mit den diffizilen Bedingungen zurecht kam Elias Hückmann (Archivfoto oben), der im internationalen Rennen der Junioren (UCI Junior Series) Vierter wurde. "Das war ein richtig gutes Rennen, die Form stimmt", sagt der 18-Jährige. Noel Toth gelang im Wettkampf der U23-Männer auf den letzten Metern als Zehnter noch der Sprung in die Top Ten. Eine starke Leistung zeigte Lina Baldauf im Rennen der U17: Sie teilte sich das Rennen gut ein und sicherte sich Rang drei.
U23-Männer: Meister des "Pushens"Wenn Noel Toth über Cross-Country-Rennen spricht, kommt immer wieder ein Wort vor: pushen. Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet es drücken/schieben. Das trifft es: Noel schiebt sich gerne von hinten nach vorne, er treibt sich an im Vorwärtsgang. Für den 19-jährigen Schweizer ist es das zweite von vier U23-Jahren, sein Zuhause ist in Oberhofen am Thuner See, derzeit besucht er das Sport-Gymnasium in Bern-Neufeld: "Dort bekomme ich neben der Schule auch Zeit zum Trainieren. Ich habe etwa fünf Lektionen Unterricht am Tag und manchmal morgens Zeit zum Training und dann nachmittags Schule oder umgekehrt", erzählt Noel, der seit der vergangenen Saison für das Lexware Mountainbike Team startet.
In Haiming war Noel wieder kräftig am "Pushen". Weil sein Start wie so oft nicht der Allerbeste war - "ich kam nicht ganz so gut weg" - blieb ihm erneut nichts anderes übrig, als wieder einmal eine Aufholjagd zu starten: Von Rang 16 nach der ersten Runde verbesserte er sich auf 13, 12, 11 und nach einem starken Finale war er Zehnter. "Ich habe gleich in der ersten Runde gemerkt, dass mir ein bisschen die Energie fehlt und es ein Kampf wird", sagt Noel, "ich war lange mit Lewin Iten unterwegs, zusammen konnten wir gut nach vorne pushen". Am letzten Anstieg konnte er seinen Schweizer Kollegen abhängen und auch noch kurz vor dem Ziel an Nicolas Halter (Schweiz) vorbeisprinten, der mit einem platten Reifen unterwegs war. "Ich bin zufrieden, das Rennen war aber schon sehr hart", findet Noel.
U23-Frauen: Hintenraus fehlt die Kraft
Der Rennverlauf von Antonia Weeger glich in Zügen dem von Noel Toth: Bei der ersten Zwischenzeit wurde die 21-Jährige vom Lexware Team auf Position 19 registriert, nach der ersten Runde war sie 17. Sie arbeitete sich in dem internationalen Feld kontinuierlich nach vorne, war 15., wenig später 13. und das Ziel erreichte sie als 14. und beste Deutsche. "Ich hatte am Montag noch Magen-Darm-Probleme mit allem Drum und Dran und dafür ist das Ergebnis ganz okay", findet Antonia, "von der fünften Runde an hat mir die Kraft für die letzten beiden Runden gefehlt, Spaß hat dennoch gemacht". Die Fahrzeit war für die Klasse U23 allerdings auch extrem lang, Antonia war eine Stunde und 32 Minuten unterwegs. Obwohl Noel Toth "etwas die Energie fehlte", erkämpfte er sich im HC-Rennen der U23-Klasse in Haiming den zehnten Platz.
Junioren: "Den Anstieg sind wir voll hochgeballert"
"Die Bedingungen waren perfekt: die Temperatur hat gepasst, es war trocken und die Strecke hat Spaß gemacht", sagt Elias nach dem international stark besetzten Juniorenrennen. "Ich hatte einen richtig guten Start und bin direkt vorne reingefahren"." In der vierten Runde bildete Elias mit drei weiteren Fahrern die Spitze, der Franzose attackierte, fuhr ein paar Sekunden Vorsprung heraus, "aber wir konnten das Loch wieder zufahren", sagt der 18-jährige deutsche Vizemeister. Das Quartett nahm die letzte Runde in Angriff: "Den breiten Anstieg sind wir voll hochgeballert", lösen konnte sich aber keiner. Der Franzose verschärfte in steilem Gelände abermals das Tempo, "da musste ich reißen lassen und am letzten Anstieg habe ich auch nochmal ein paar Sekunden liegen lassen", erzählt Elias. Mit Rang vier sei er "super zufrieden", er fühle sich wohl in den Rennen und habe körperlich "keinerlei Probleme".
Juniorinnen: "Es ging überhaupt nichts. Abhaken"
"Es lief überhaupt nicht, es war das schlechteste Rennen, das ich jemals gemacht habe", sagt Maxi Strittmatter, die im U19-Endklassement als 34. geführt wird. Einen Tag vor dem Rennen war sie im Training gestürzt, die Zähne hatten etwas abbekommen, ebenso Knie und Handgelenk, die geschwollen waren. "Ich wusste überhaupt nicht, ob ich am nächsten Tag starten kann, das hat mich völlig aus dem Konzept gebracht", erzählt die 16-Jährige, die ihre erste Saison bei den Juniorinnen absolviert. Vor dem Rennen ging sie nochmals auf die Strecke, um sich Sicherheit zu holen, im Rennen zeigte sich dann, "dass das für die Beine zuviel war. Da ging überhaupt nichts, ich wurde komplett überrollt". Mental sei es sehr hart gewesen, dennoch war aufgeben keine Option für sie. "Es war halt so ein Tag, an dem es einfach nicht läuft", sagt Maxi, "abhaken".
U17: "Körperlich und mental sehr hart""Es war ein heißes und staubiges Rennen", klagt Lina Baldauf, mit dem dritten Platz bei den U17-Mädchen sei sie "mega zufrieden". Nach einem suboptimalen Start fand sie schnell in ihren Flow. "Es war körperlich und mental ein sehr hartes Rennen, man musste technisch sauber fahren und konnte sich nie wirklich erholen." Sie meisterte die Herausforderungen jedoch bravourös und verbesserte sich nach Rang sieben in der Startphase, über Position fünf auf den dritten Platz, den sie bis ins Ziel erfolgreich verteidigte.
Das nächste Highlight:
Der erste Mountainbike-Weltcup der Saison wird vom 1. bis 3. Mai in Südkorea ausgetragen. Erstmal in der Geschichte der Sportart geht es in Asien um Weltcupsiege und -punkte im Cross-Country und Short Track. Die Wettkämpfe in Mona Yangpyong - im Winter ein Ski-Resort - beginnen am Freitag, 1. Mai, mit dem Short Track der U23-Frauen (10.35 Uhr). Das Short Race der U23-Männer folgt um 11.25 Uhr, die Elite startet abends um 17.15 Uhr (Frauen) und 18.05 (Männer). Zwei Tage später, am 3. Mai, werden von 9 Uhr an die Cross-Country-Besten in den vier Klassen ermittelt. (Alle Zeiten Korea Standard Time/der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt plus sieben Stunden).
Archivotos: (c) Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion
Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de